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Geschichte hautnah - Ein Zeitzeuge berichtet
07.05.2015 12:05 (2057 x gelesen)

„Die Geschichte meiner zerstörten Jugend und die Pflicht meiner Erinnerung“

Gerd Klestadt - ein Überlebender des Holocaust berichtet an der RSplus Bleialf

Am Mittwoch, dem 29.04.2015, fand an unserer Schule im Rahmen des Geschichtsunterrichtes eine besondere Zeitzeugenlesung zum Thema Holocaust statt. Fast genau 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen konnte der heute in Luxemburg lebende Gerd Klestadt die Erlebnisse anhand seines eigenen Lebenslaufs schildern.

Klestadt wurde 1932 in einer jüdischen Familie in Düsseldorf geboren, die 1936 in die Niederlande fliehen musste. Nachdem die Nationalsozialisten 1940 auch in Holland einmarschiert waren, bestand für die Klestadts keine Möglichkeit mehr zur Flucht obwohl sie sogar im Besitz von Reisepässen für Südamerika waren. Im Januar 1943 wurde die Familie festgenommen und ins niederländische Konzentrationslager Westerbork verschleppt. Am 1.Februar 1944 schließlich wurde  Gerd Klestadt und dessen Familienangehörige in Viehwagons mit mindestens 60 anderen Juden gepfercht und unter entwürdigenden Bedingungen ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Dort kam der Zug nach drei Tagen Fahrt, in denen sie nichts zu essen bekamen, an.

Herr Klestadt schilderte die Erlebnisse im Lager als grauenhaft. Er und sein Vater mussten getrennt von Bruder und Mutter im Teil des Lagers für Männer ausharren und Zwangsarbeit leisten. Sein Vater starb in einer Februarnacht 1945 an Erschöpfung neben seinem Sohn in einer Baracke liegend. Er wurde danach auf einen der vielen Leichenberge geworfen und nach der Befreiung des Lagers durch die Engländer in einem Massengrab beerdigt. Heute findet man von ihm einen Gedenkstein in Bergen-Belsen neben dem der Familie Frank. Anne Frank, die durch ihr Tagebuch postum weltberühmt wurde, starb ebenfalls in diesem Konzentrationslager. Die Familiengeschichten der Franks und Klestadts während des Holocausts weisen einige Ähnlichkeiten auf.

Nachdem die Alliierten sich Anfang April 1945 dem Lager immer weiter näherten, wurde Gerd Klestadt mit ca. 2500 Menschen aus dem Konzentrationslager erneut in einem Zug deportiert. Dort fand er seine Mutter und seinen Bruder wieder. Am 13.April 1945 wurden sie dann von amerikanischen Truppen befreit.  

Gerd Klestadt versuchte den Schülern das jüdische Leben unter der Herrschaft der Nationalsozialisten und im Konzentrationslager durch Fotos und persönliche Erfahrungen näher zu bringen. Dabei gab es nichts zu beschönigen. Noch heute gehen ihm Bilder von Leichenbergen nicht aus dem Kopf und beschäftigen ihn. Er versucht seine Vergangenheit unter anderem dadurch zu bewältigen, dass er seit 14 Jahren vor anderen Menschen, hauptsächlich Schülern, über seine Erlebnisse spricht.

Besonderen Wert legt er dabei auch darauf einen Brückenschlag zur heutigen Weltsituation mit ihren Flüchtlingskatastrophen und Kriegen zu finden. Er fragt immer wieder kritisch, ob die Menschheit seit den Ereignissen von damals nichts dazu gelernt hat. Dabei ruft er die Jugendlichen dazu auf, sich für seine Mitmenschen einzusetzen und sich politisch zu engagieren.

Wir danken Herrn Klestadt von ganzem Herzen für seine bewegenden und aufrüttelten Worte.

Zur Ergänzung: Video über das Schicksal zweier Schwestern, die Auschwitz und Bergen-Belsen überlebten . Hier klicken


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